Nach dem tollen Lehrgang mit dem japanischen Instruktor Sensei Tetsuo Otake (7. Dan) Anfang Mai bei uns in Schwerin, folgte an dem ersten Juni-Wochenende mit dem JKS European Camp in Berlin ein weiterer Höhepunkt in unserem Kalender. Bei diesem besonderen Event, welches schon am Freitag mit zwei Trainingseinheiten mit jeweils 90 Minuten begann, fungierte der JKS Chief Instruktor Shihan Masao Kagawa (8. Dan) als Trainer. Unterstützt wurde er von den beiden “Headquarter Instruktoren” Sensei Kosho Kanayama (6. Dan) und Sensei Shinji Nagaki (4. Dan). Mit über 350 Teilnehmern aus Deutschland und acht weiteren Nationen waren die beiden Sporthallen, die der ausrichtende und ortsansässige Berliner TSC um Christopher Krähnert den Karatekas zum Training zur Verfügung stellte, gut gefüllt.

Unser Verein war mit seinen 19 angereisten Karatekas bei diesem hochrangig besetzten offiziellen Gasshuku unserer Stilrichtung gut vertreten. Nicht nur der eigentliche Lehrgang stellte dabei eine Besonderheit dar, sondern auch, dass sieben Kinder unserer “Fortgeschrittenen-Gruppe” diese Chance nutzten, um an diesem großen Lehrgang samt Übernachtung und ohne Eltern teilzunehmen.

   
Für die meisten unserer Teilnehmer ging es am Freitag Nachmittag direkt nach der Schule, dem Studium oder der Arbeit auf die Reise nach Berlin, um pünktlich zum ersten Training um 17 Uhr in der Sporthalle zu stehen. Am Freitag und Samstag gab es jeweils 2 verschiedene Trainingsgruppen, am Sonntag als Highlight zum Abschluss erfolgte dann noch die von vielen gewünschte Dreiteilung. Shihan Kagawa leitete am gesamten Wochenende das Training der Fortgeschrittenen ab 5. Kyu bzw. am Sonntag ab 1. Dan. Das Training der Anfänger teilten sich Sensei Kanayama und Sensei Nagaki, wobei beide am Sonntag dann die Ehre hatten, die Mittelstufe (5. – 1. Kyu) mit ihrem Training zu beglücken. Am Freitagabend wurde in beiden Trainingsgruppen erst einmal etwas “ruhiger” begonnen. Im ersten Training standen überwiegend einfache Grundtechniken im Vordergrund, sowohl in dem Kihon- als auch im Kumiteteil. Im zweiten Training der ab Violettgurte wurden dann alle Heian Katas von a bis z explizit auseinander genommen und trainiert. Den Tagesabschluss fanden wir dann zusammen mit den Ausrichtern und Organisatoren, den Lehrgangstrainern und weiteren Teilnehmern in einem kroatischen Restaurant in der Nähe des Trainingskomplexes.
 

Nach einer etwas kürzeren Nacht ging es dann am Samstagmorgen wieder aktiv weiter. In den Vormittagstrainingseinheiten standen Katavorbereitungen auf dem Programm, wobei Shihan Kagawa sich für die Unsu entschieden hatte. In den 1,5 Stunden suchte er sich die wichtigsten und schwierigsten Anteile der Kata heraus, übte diese und gab zum Teil tiefgründige Erklärungen dazu. Hinzu kamen noch Einzelpräsentationen der Kataanteile vor den Augen von Shihan Kagawa von verschiedene Lehrgangsteilnehmer und auch Sensei Nagaki, der vor allem durch seinen UNSU Sprung viel Beifall durch die Teilnehmer erntete. Dem selben Prinzip folgte auch Kanayama bei den Anfängern, die die Kata Heian Shodan anfangs sehr intensiv trainierten. So wurden verschiedene Schüler nach vorne gerufen, um vor der Gruppe die Kata zu zeigen und sich durch Kanayama Sensei korrigieren zu lassen.

 
Mit dem Ende des zweiten Trainings, bei dem es nach der Hälfte zu einem Trainertausch kam und Shihan Kagawa sich um die Anfänger bemühte, begannen die Vorbereitungen für das ab 18 Uhr stattfindende Lehrgangsevent mit Vorführungen und einem kleinen Kumitewettkampf mit starker nationaler und internationaler Besetzung, an dem auch Peter und Richard unseres Vereins teilnehmen konnten. Jedoch kamen beide nicht über die erste Runde hinaus. Platz 1 und 2 sicherten sich zwei Karatekas aus dem befreundetem Frankfurter Dojo um Frank Herrmann (Sebastian Hunger – 1. Platz / Sebastian Deickert – 2. Platz), auf den dritten Platz kam Sascha Völkerling vom BTSC. Vor, während und nach dem Wettkampf gab es mehrere Vorführungen. So beeindruckten die Frauen vom Wasabi Daiko Berlin mit ihrem Können im Umgang mit den japanischen Trommeln. Auch Sensei Jan Gebhardt (5. Dan) zeigte eine eindrucksvolle Vorführung zusammen mit einem Aikidoka. Als Abschluss des Events folgte eine Kumitepräsentation von den drei Lehrgangstrainern, in der Shihan Kagawa noch einmal seine Perfektion in Sachen Fußtechniken verdeutlichte.
   
Am Sonntag fanden noch einmal zwei Trainingseinheiten statt. An diesem Tag kam es dann zur Dreiteilung, so dass die Danträger ihre eigene Gruppe bekamen. Alle drei Trainer kamen jetzt zeitgleich zum Einsatz, wobei sich Shihan Kagawa explizit um die Schwarzgurte kümmerte. In seinem Training wurde dieses Mal vor allem Wert auf das Kumite gelegt, die anderen beiden Trainer konzentrierten sich eher auf den Kihon- und Kataunterricht. So übte Kanayama Sensei die Kata Jion, Shinji Nagaki lehrte dahingehend die für die meisten Teilnehmer unbekannte Katas Junro Shodan und Nidan. Um 16 Uhr endete dann das wirklich überzeugende erste JKS European Camp, so dass sich alle Schweriner Karatekas auf dem Weg nach Hause machen konnten.

Fotos von dem ersten JKS EUROPEAN CAMP mit Shihan Kagawa, Sensei Kanayama und Sensei Nagaki sind in unserer Fotogalerie zu finden.


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