Am letzten Samstag des Januars veranstaltete unser Dojo das erste Mal ein Jukuren Kangeiko Seminar. Die respektvolle Bezeichnung „Jukuren“ kommt aus dem Japanischen und hat in etwa die deutsche Bedeutung von „der Erfahrene“. Jukuren sind quasi die Späteinsteiger des Karates. Und genau für diese Späteinsteiger organsierte Eberhard Prielipp zusammen mit seiner Frau Bärbel am vergangenen Samstag ein spezielles Seminar in einer kleinen, aber dennoch besonderen Atmosphäre.
 
Insgesamt hatten sich etwa 16 Mitglieder unseres Verein ab 30 Jahre zu diesem Seminar angemeldet. Manch einer war spontan verhindert, so dass die Gruppe ein wenig kleiner wurde. Dennoch fanden 11 interessierte Karatekas – vom Anfänger ohne bis hin zum Braungurt mit jahrelanger Karateerfahrung – den Weg zum ersten Training ins Dojo. Und dieses begann schon um 8 Uhr am Samstag.
 
In der ersten Trainingsstunde stand nach einer leichten Erwärmung Kihon und die Kumite Kata Ten no kata auf dem Programm. Die Ten no kata, die von Funakoshi entwickelt wurde, wird heutzutage leider kaum noch gelehrt. Die zweite Einheit begann nach einem kräftigen gemeinsamen Frühstück und wurde dem  Kumite gewidmet. Thematisiert wurde in dieser Trainingseinheit, die über 90 Minuten ging, das Kihon Ippon Kumite mit seinen 12 "klassischen" Formen. Diese speziellen Formen, die je 4 Angriffe Jodan, Chudan und Mae Geri beinhalten, wurden zu SKVD Zeiten von unserem damaligen Trainer Mario Lübke gelehrt und uns nahezu eingebläut. Nach 1,5 h Pause ging es um 13.00 Uhr hochmotiviert, aber dennoch ein wenig ermüdet, in die letzte Runde des Seminars. Da das Karate aus drei Säulen besteht, wurde hier die Kata trainiert. Anfangs wurde Jion, später die Kata Meikyo geübt. Auch wenn dies eine Wahlkata zum zweiten Dan ist, versuchten sich wirklich alle Teilnehmer an dieser Kata und es hat sich keiner nehmen lassen, die komplette Kata inklusive Dreiecksspung zu laufen.

Ab 14.00 Uhr verbreitete sich dann herrlicher Kaffeeduft im Dojo, gemischt mit dem Geruch von noch warmen Streuselkuchen. Hier nochmals herzlichen Dank an Ellen Zinck für ihren leckeren Kuchen, der fast komplett vertilgt wurde. Besonderen Dank möchte ich Bärbel aussprechen, ohne deren Unterstützung das Seminar nur halb so gut verlaufen wäre.
 

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Weitere Fotos des Jukuren Kangeiko Seminars sind im Fotoalbum zu finden.


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