Kurze Informationen über die Kampfkunstart Karate
 
   

Karate ist eine japanische Kampfkunst und heißt übersetzt „leere Hand”. Dabei wird der ganze Körper eingesetzt, um die maximale Kraft auf einen Punkt auszuüben bzw. zu konzentrieren (Dies wird auch Kime genannt.). Karate besteht aus Arm- und Beintechniken und ist in Kihon (Grundschule), Kata (Formkampf) und Kumite (realer Kampf) unterteilt.

Im Karate gibt es mehrere verschiedene Stilrichtungen, die sich alle im Detail unterscheiden. Wir im Dojo Ronin betreiben reines Shotokan Karate (Informationen dazu siehe Geschichte) und somit auch eine kontaktlose (!) Karatestilrichtung. Im realen Kampf (Kumite) werden Techniken so erlernt, dass sie Millimeter genau vor dem Körper des gegnerischen Karatekas abgestoppt.

Willkommen beim Karate Dojo Ronin

Wer Karate richtig erlernt, bemerkt mit der Zeit, dass der ganze Körper trainiert wird. Gerade deshalb ist es für jeden empfehlenswert, wobei das Karate zudem auch den Geist und Charakter schult. Es stärkt und entwickelt vor allem ein höheres Selbstvertrauen, fördert aber auch die Disziplin.
 

Die Vergangenheit - kurzer geschichtlicher Überblick
Shotokan Karate: Wie oben erwähnt wird in unserem Dojo das Shotokan Karate gelehrt. Shotokan Karate ist sowohl eine junge und auch eine althergebrachte Kampfkunst. Althergebracht, da die Wurzeln des Shotokan bis weit in die Vergangenheit zurückreichen, und jung, weil sie als Kampfkunst weniger als 100 Jahre alt ist. Typisch für diesen Stil sind lange, tiefe Stellungen, kraftvolle Techniken und dynamischen Formen.

Willkommen beim Karate Dojo Ronin
Gichin Funakoshi: Der "Begründer" des Shotokans, Gichin Funakoshi (1868-1957), stammte aus Okinawa. Bereits in seiner frühen Jugend trainierte er das älteste Te-(Hand-) System von Okinawa. Im frühen 20. Jahrhundert brachte er sein Wissen nach Japan, wo er diese Kunst des Karate dem Kaiser vorführte. Ursprünglich wollte er nach Okinawa zurückkehren, wurde jedoch überredet, in Japan zu bleiben und seinen Unterricht fortzusetzen.

Funakoshis Künstlername war "Shoto" (bedeutet wogende Kiefern bzw. das Wiegen der Kieferwipfel), Kan bedeutet "Saal" und Karate Do heißt soviel wie "Weg der leeren Hand". Shotokan-Karate kann man also wie folgt übersetzen: "Shotos Saal des Weges der leeren Hand".
 
Meister des Shotokan Karate: Obwohl Funakoshi als Urheber des Shotokan gilt, entwickelte es erst sein Sohn, Yoshitaka Funakoshi, zu der Form, die wir heute kennen. Schnell stieg die Begeisterung an dem neuen Stil und wurde von der mächtigen japanischen Karatevereinigung gefördert und geregelt. Schon sehr bald verbreitete es sich um die ganze Welt.


Einige Begriffe des Karates und zum Aufbau des Trainings
Karate-Do
: Das Karate-Do beschreibt den Weg, den jeder Karateka gehen muss. Weder Sieg noch Niederlage ist von großer Bedeutung, vielmehr der Weg den Körper und den Charakter in gleichem Maße zu formen. Je länger ein Karateka diesen Weg beschreitet, umso intensiver muss er auf die Präzision seiner Technik achten. Als erstes sollte man bestrebt sein den Ablauf von Bewegungen richtig auszuführen. Im weiteren Training beschäftigt man sich dann mit der Schnelligkeit und den maximalen Einsatz von Kraft in einer Technik. Das Wort "Karate-Do" setzt sich aus "Kara" - leer, "Te" - Hand und "Do" - Weg zusammen und bedeutet somit "Der Weg der leeren Hand".

Das Dojo: Das Dojo ist die Trainingshalle des Karateka. Im Dojo herrschen besondere Regeln, die von jedem befolgt werden müssen. Beim Betreten und Verlassen des Dojos verneigt man sich zum Shomen (=Frontseite des Dojos), um der Übungshalle seinen Respekt zu erweisen. Im Moment des Betretens sollte sich der Schüler von den Alttagsgedanken lösen und sich voll und ganz auf das Training konzentrieren. Laute Unterhaltungen mit anderen Mitschülern sollten im Dojo nicht geführt werden.
 

Das Kihon bedeutet soviel wie Grundschule und beschäftigt sich mit der Grundlage aller Techniken, die in den beiden anderen Bereichen ihre Anwendung finden. Das Kihon besteht aus verschiedenen Arm- und Beintechniken sowie Technikkombinationen. Weiterhin unterscheiden wir zwischen Abwehr- und Angriffstechniken (z.B. Fauststoß). Geübt werden die Techniken anfangs aus dem normalen Stand, später aus der jeweiligen Stellung innerhalb der Bewegung. Besonderen Wert legen wir hier auf den korrekten Stand und eine korrekte Atmung.
 
Kata, die Formübung, ist ein über jahrelang entwickelter Ablauf von Bewegungen. Man stellt sich vor das man während dieser Formübung gegen mehrere imaginäre Gegner kämpft. Die Kata ist eine Vorstufe zum Kampf. Sie hat durch ihre große Anzahl und Vielfalt von Techniken in verschieden Situationen einen großen Stellungswert. Eine Kata sollte immer sehr präzise ausgeführt werden, jede Kata hat ihren eigenen Charakter und Rhythmus. Es kommt vor allem auf die richtige Atmung zum richtigen Zeitpunkt an. Meist führt am Ende einer KATA die (letzte) Technik zum Ausgangspunkt zurück. Es gibt 27 zu lernende Katas im Shotokan Karate.
 
Kumite, die Partnerübung bzw. der Kampf ist die Anwendung des Kihon und der Kata an einem oder mehreren Gegnern. Das Kumite gibt es in vielen verschiedenen Varianten, von einfachen vorgegebenen Abläufen um den richtigen Abstand zum Partner zu üben, bis hin zu schwereren Übungen im freien Kampf gegen einen oder mehrere Partner.
 
   
 
 
 
 

© 2010 Kampfkunstverein "Dojo Ronin" e.V.

nach oben Pfeil